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Winterharte Olivenbäume

winterharter Olivenbaum

Winterharte Olivenbäume – Mediterranes Flair für deutsche Gärten

Kurzübersicht:
  • Auswahl des richtigen Olivenbaums
  • Standortwahl
  • Einpflanzung
  • Bodenverhältnisse
  • Pflege
  • Winterschutz
  • Produkte

Vielleicht geht es euch wie uns. Wenn wir einen Olivenbaum sehen, haben wir das Gefühl im Urlaub zu sein. Daher dachten wir uns, warum holen wir uns das Urlaubsgefühl nicht einfach mit winterharten Olivenbäumen zu uns nach Hause?

Vor einiger Zeit haben wir uns dann unseren Wunsch erfüllt und entgegen aller Skepsis und trotz des relativ harten Winters bisher sehr gute Erfahrungen gemacht, die wir nun gerne mit euch teilen möchten.

Nachfolgend findet ihr Tipps zur Einpflanzung, Pflege und der Überwinterung von Olivenbäumen.

Hier gelangt ihr direkt zu unseren Produkten

Die Auswahl des richtigen Olivenbaums

Hier spielt neben der Sorte auch das Alter eine Rolle. Ein jüngerer Baum kann sich noch relativ gut an den Standort anpassen, wohingegen ältere Bäume nach dem Import aus wärmeren Ländern während eines harten/nassen Winters problemanfällig sein können.

Für die Optik macht es natürlich auch Sinn, den Baum nicht zu klein zu kaufen, da Olivenbäume eher langsam wachsen. Das Alter wirkt sich wiederum stark auf den Preis aus: So findet man sehr junge Bäume für ein paar Euro im Internet. Ein Baum, der über 100 Jahre alt ist, kann jedoch auch mal ein paar tausend Euro kosten.

Die folgenden Sorten gelten unter anderem als winterhart: Leccino, Hojiblanca, Picual, Frantoio, Maraiola, Pendolino, Ascolana, Olea Europaea. Die meisten Händler weisen auch direkt darauf hin, ob es sich um eine winterharte Sorte handelt und welche Temperaturen diese verträgt. Eine Liste der wichtigsten Olivensorten könnt ihr darüber hinaus hier einsehen.

Wir persönlich haben uns für zwei etwa 50 Jahre alte Olea Europaea Hojiblanca entschieden. Diese strahlen mit ihrer Größe von 2,30 m und einem Stammumfang von 45 cm ein mediterranes Flair in unserem Garten aus und waren dabei auch noch bezahlbar mit einem sehr fairen Preis.

Foto: C. Doeller, © Rinn Beton- und Naturstein GmbH & Co. KG, 2020

Die Wahl des richtigen Standorts für den Olivenbaum

Bei Olivenbäumen gilt: Am besten voll sonnig und geschützt vor starkem Wind. Besonders gut eignet sich hier auch ein Standort in der Nähe einer Wand, die bestenfalls im Winter Wärme speichert oder abstrahlt und zugleich einen Schutz vor zu starker Witterung bietet.

Den Olivenbaum einpflanzen oder nicht?

Das hängt auch wieder von verschiedenen Faktoren ab. Wohnt ihr in einer Region, in der die Winter häufig lang und kalt sind? Dann bietet es sich an, die Olive in einem Pflanzkübel zu setzen. Dabei solltet ihr jedoch auch ausreichend Platz zur Verfügung haben, um die Pflanze im Winter geschützt und mit ausreichend Licht unterzubringen. Hierfür eignet sich beispielsweise ein Gewächshaus oder auch ein Treppenhaus. Topfpflanzen sind aber in der Regel anfälliger für Frost, da die Wurzeln im Kübel nicht so gut vor Kälte geschützt sind.

Der richtige Boden für die Olivenbäume

Wir empfehlen als unterste Schicht eine Drainageschicht, sodass das Wasser bei viel Regen besser versickern kann. Dafür könnt ihr zum Beispiel eine etwa 10 cm dicke Schicht aus Kieselsteinen nutzen.

Den Rest könnt ihr mit einer Mischung aus Blumenerde und groben Sand füllen. Der Sand sollte dabei ungefähr einem Drittel der Gesamtmenge entsprechen.

Alternativ könnt ihr euch natürlich auch direkt Olivenerde bestellen.

Wie oft sollte man den Olivenbaum gießen?

In Deutschland reicht für gewöhnlich der Regen aus, sodass die Pflanze genügend Wasser erhält. Ihr solltet nur in langen Trockenperioden zugießen. Wichtig ist vielmehr, dass sich im Boden der Pflanze in regenreichen Zeiten nicht zu viel Wasser staut, daher unbedingt auf die Drainage achten, wie zuvor beschrieben.

Der richtige Schutz für den Olivenbaum im Winter

Beim richtigen Winterschutz kommt es mal wieder auf den Standort an. In Regionen mit kurzen und schwachen Frostphasen, müsst ihr euch bei winterharten Oliven logischerweise weniger Gedanken machen, als in Regionen mit harten langen Wintern. Unabhängig davon, macht es jedoch Sinn, die ein oder andere Vorbereitung zu treffen.

Bei uns hat sich bisher eine Kombination aus Heizschleifen und Kokosmatten bewährt. Die Heizschleifen werden eng um den Baum gewickelt und über eine Außensteckdose angeschlossen. Die Schleifen schalten sich bei einer Temperatur unter 0° C automatisch an. Um die Heizschleifen wiederum haben wir eine Kokosmatte gewickelt, die die Olivenbäume vor Frost schützt und die Wärme der Heizschleifen am Baum hält.

Das hat bei unseren Olivenbäumen bisher auch bei längeren Frostperioden zwischen – 10° C und – 17° C ausgereicht.

In sehr kalten Regionen kann man zusätzlich einen Pflanzenschutzsack verwenden. Hierbei sollte man jedoch darauf achten, dass sich die Feuchtigkeit nicht unter dem Sack staut, sonst besteht die Gefahr, dass die Olive die Augenfleckenkrankheit bekommt. Dabei bildet sich auf den Blättern ein runder Pilz, bis das Blatt irgendwann gelb wird und abstirbt.

Sollte das bei euch nach einem feuchten Winter einmal vorkommen, so sind regelmäßig alle befallenen Blätter abzuzupfen und im Restmüll zu entsorgen. Auf diese Weise bekommt man den Pilz nach einiger Zeit erfolgreich bekämpft und hat lange Freude an dieser wunderschönen mediterranen Pflanze.

Tipp:

Wir haben unsere Olivenbäume noch mit Randsteinen eingefasst und für den besonderen Effekt am Abend ein paar Kugelleuchten integriert. Die Kugelleuchten haben wir über eine Wlan Steuerung angeschlossen, sodass sich diese beim Sonnenuntergang automatisch anschalten. Da wir in diesem Zusammenhang einmal Strom verlegen mussten, haben wir direkt noch ein paar Außensteckdosen angeschlossen. Das hat den Vorteil, dass wir im Winter die Heizschleifen einfach neben den Bäumen anschließen können.

Folgende Produkte wurden im Artikel erwähnt oder von uns verwendet:

Wir wünschen euch viel Spaß mit euren Olivenbäumen und freuen uns über eure Kommentare und Fragen!

ANdrea & Max

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